Von Strom-Ersparnis zu Investitionswachstum: ein Gedankenexperiment
Eine Smart-Steckdose für 25 € spart rund 260 € pro Jahr an der Stromrechnung Ihres Warmwasserbereiters. Was wäre, wenn Sie dieses Geld nie anrührten und stattdessen anlegten? So sehen 20–30 Jahre Zinseszins aus.
Dieser Artikel ist ausschließlich ein Gedankenexperiment und eine pädagogische Veranschaulichung. Er stellt keine Anlageberatung dar. Anlageerträge sind nicht garantiert. Vergangene Wertentwicklung eines Fonds oder Index sagt nichts über die Zukunft aus. Bitte sprechen Sie vor jeder Anlageentscheidung mit einem zugelassenen Finanzberater.
Das Gerät, das sich selbst bezahlt – und weiter zahlt
Ein Shelly Plug S Gen3 kostet rund 25 €. Verbunden mit einem 200-Liter-Warmwasserbereiter und gesteuert von Elewatt, läuft der Heizstab ausschließlich in den günstigsten Stunden des Tages – typischerweise zwischen 1 und 5 Uhr morgens, wenn die Nord-Pool-Spotpreise in Estland am niedrigsten sind.
Die Rechnung sieht so aus: Ein 2-kW-Heizstab, der drei Stunden läuft, kostet pro kWh nachts ungefähr 2- bis 3-mal weniger als in den Morgenspitzen. Über ein ganzes Jahr summiert sich der Stromkostenunterschied bei diesem einen Gerät auf 400–500 €. Die Steckdose hat sich nach weniger als drei Wochen bezahlt gemacht. Danach erzeugt sie jeden Tag reine Ersparnis.
Gerätekosten
25 €
Shelly Plug S Gen3
pro Jahr, 200-L-Warmwasserbereiter
~400–500 €
pro Jahr, 200-L-Warmwasserbereiter
bis sich die Anschaffung amortisiert
2–3 Wochen
bis sich die Anschaffung amortisiert
Das Gedankenexperiment
Hier kommt nun die eigentliche Frage dieses Artikels: Was wäre, wenn Sie diese Ersparnis nicht im alltäglichen Konsum verschwinden ließen, sondern als festes Anlagebudget behandelten?
260 € pro Jahr sind 22 € pro Monat. Für sich genommen klingt das nach wenig. Konsequent über lange Zeit angelegt, macht der Zinseszins daraus jedoch etwas, das die meisten Menschen überrascht.
Die folgende Tabelle zeigt, wie 260 €/Jahr im Lauf der Zeit wachsen, wenn Sie den Betrag jeweils zu Jahresbeginn anlegen und unangetastet liegen lassen.
Energie · Zeit
11.6 kWh · ~6 h
Nord Pool Mittel (Mär 2025–Mär 2026) · ct/kWh
Mit Elewatt
13.2 ct/kWh
1.53 €
Ohne Elewatt
26.4 ct/kWh
3.07 €
Ihre Ersparnis
Pro Tag
1.53 €
Pro Monat
46.04 €
Pro Jahr
560.11 €
Jahresdurchschnitt der Nord-Pool-Preise, Estland. Annahme: 1 Zyklus/Tag, 2-kW-Heizstab. Netzentgelt: Elektrilevi.
| Jahre | Insgesamt angelegt | Bei 5 %/Jahr | Bei 7 %/Jahr | III sammas 7 % |
|---|---|---|---|---|
| 10 J. | 2,595 € | 3,264 €+669 € | 3,585 €+990 € | 4,380 € |
| 15 J. | 3,893 € | 5,600 €+1,707 € | 6,521 €+2,628 € | 7,966 € |
| 20 J. | 5,190 € | 8,581 €+3,391 € | 10,638 €+5,448 € | 12,996 € |
| 25 J. | 6,488 € | 12,385 €+5,897 € | 16,413 €+9,925 € | 20,050 € |
| 30 J. | 7,785 € | 17,241 €+9,456 € | 24,513 €+16,728 € | 29,944 € |
- Insgesamt angelegt
- 2,595 €
- Bei 5 %/Jahr
- 3,264 €+669 €
- Bei 7 %/Jahr
- 3,585 €+990 €
- III sammas 7 %
- 4,380 €
- Insgesamt angelegt
- 3,893 €
- Bei 5 %/Jahr
- 5,600 €+1,707 €
- Bei 7 %/Jahr
- 6,521 €+2,628 €
- III sammas 7 %
- 7,966 €
- Insgesamt angelegt
- 5,190 €
- Bei 5 %/Jahr
- 8,581 €+3,391 €
- Bei 7 %/Jahr
- 10,638 €+5,448 €
- III sammas 7 %
- 12,996 €
- Insgesamt angelegt
- 6,488 €
- Bei 5 %/Jahr
- 12,385 €+5,897 €
- Bei 7 %/Jahr
- 16,413 €+9,925 €
- III sammas 7 %
- 20,050 €
- Insgesamt angelegt
- 7,785 €
- Bei 5 %/Jahr
- 17,241 €+9,456 €
- Bei 7 %/Jahr
- 24,513 €+16,728 €
- III sammas 7 %
- 29,944 €
Annahme: 260 €/yr werden jeweils zu Jahresbeginn angelegt, Zinseszins, keine Entnahmen. 5 % entspricht in etwa einem konservativen ausgewogenen Fonds; 7 % entspricht dem langfristigen Durchschnitt eines breiten globalen Aktienindex-Fonds. Erträge sind nicht garantiert.
Der estnische Vorteil: III sammas
Für Einwohner Estlands kommt im Gedankenexperiment eine zusätzliche Ebene hinzu: die dritte Säule der Altersvorsorge (III sammas). Beiträge zu einem freiwilligen Pensionsfonds sind vom zu versteuernden Einkommen abziehbar – bis zu 15 % des Bruttojahreseinkommens oder 6 000 €, je nachdem, was niedriger ist.
Bei Estlands Einkommensteuersatz von 22 % bringt 260 €, die in einen Fonds der dritten Säule fließen, ungefähr 57 € als Steuererstattung zurück. Ihre Nettokosten betragen lediglich 203 € – Ihr angelegter Betrag bleibt aber 260 €. Das ist eine garantierte Rendite von 28 % auf den ersten Euro, bevor Ihr Fonds einen einzigen Cent erwirtschaftet hat.
Wenn Sie auch die Steuererstattung wieder anlegen, investieren Sie rund 317 € pro Jahr für tatsächliche Auslagen von 260 €. Nach 30 Jahren bei 7 % wächst das auf etwa 29,944 €.
Der Steuerbonus in Zahlen
260 € in III sammas angelegt → ~57 € Steuererstattung → effektive Kosten 203 €. Oder: legen Sie sowohl 260 € als auch 57 € Erstattung an = 317 €/Jahr. Bei 7 % jährlicher Rendite über 30 Jahre wachsen 317 €/Jahr auf etwa 29,944 €.
Sie legen an
260 €
in III sammas pro Jahr
Steuererstattung
~57 €
Rückzahlung bei 22 % Einkommensteuer
Nettokosten
203 €
tatsächliche Auslagen pro Jahr
Die Sache im richtigen Verhältnis sehen
Nichts davon ist eine Empfehlung. Ob Sie anlegen sollten, wo und wie viel, hängt von Ihrer persönlichen Situation, Ihrem Einkommen, vorhandenen Ersparnissen, Schulden und Ihrer Risikobereitschaft ab – Dinge, die nur Sie selbst (und idealerweise ein Finanzberater) beurteilen können.
Was diese Übung zeigt, ist, dass der Zinseszins-Effekt eines konstanten, bescheidenen jährlichen Beitrags über lange Zeiträume erheblich ist. Und Strom-Ersparnis ist eine reale, wiederkehrende Quelle genau für solche bescheidenen Jahresbeträge.
Der erste Schritt ist, die Stromrechnung zu senken. Der zweite Schritt – falls und sobald es für Sie sinnvoll ist – ist die Entscheidung, was Sie mit der Differenz machen.
Hier anfangen: zuerst die Ersparnis erreichen
Bevor irgendetwas davon relevant wird, müssen die 260 €/Jahr Ersparnis überhaupt entstehen. Das beginnt mit smarter Automatisierung – Sie binden Warmwasserbereiter, Wallbox oder andere stromhungrige Geräte an ein System an, das nach den realen Strompreisen handelt.
Automatisieren Sie Ihre Ersparnis mit Elewatt
Elewatt verbindet sich mit Ihren Shelly-Geräten und lässt sie automatisch in den günstigsten Stunden des Tages laufen. Einmal eingerichtet – den Rest übernimmt das System.
Häufig gestellte Fragen
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